Stoffwechseltypen / Körpertypen-Rechner

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Finde heraus, welcher Körpertyp du bist und erhalte personalisierte Trainings- und Ernährungsempfehlungen.

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Welcher Typ bist du?
(Ektomorph, Endomorph, Mesomorph)

Hast du dich schon einmal gefragt, warum manche Menschen scheinbar Muskeln aufbauen, indem sie Hanteln nur ansehen, während andere monatelang hart trainieren müssen, um kleine Fortschritte zu sehen? Die Antwort liegt oft in der Genetik. Dein Körperbau (Phänotyp) folgt zwar einem menschlichen Grundbauplan, aber die Details sind individuell sehr verschieden.

Schon in den 1930er-Jahren beschäftigte sich der Sportwissenschaftler William Sheldon mit diesem Thema. Er definierte drei grundlegende Stoffwechseltypen: ektomorph, endomorph und mesomorph. Auch wenn die heutige Sportwissenschaft weiß, dass die wenigsten Menschen zu 100 % nur einem Typ entsprechen (es gibt rund 80 Mischformen!), hilft dir diese Einteilung enorm weiter. Wenn du weißt, zu welcher Kategorie du tendierst, kannst du dein Training und deine Ernährung perfekt darauf abstimmen.

Hier erfährst du, was die drei Körpertypen ausmacht und wie du das Beste aus deiner Genetik herausholst.

1. Der Ektomorph: Muskelaufbau unter erschwerten Bedingungen

Der ektomorphe Typ ist meist leicht zu erkennen. Es handelt sich oft um große, eher dünne Menschen mit langen Armen und Beinen sowie schmalen Schultern. Man nennt diesen Typ im Fitness-Jargon auch „Hardgainer“.

Merkmale des Ektomorphen:
  • Kurzer Oberkörper, lange Gliedmaßen.

  • Zierliche Hände und Füße.

  • Sehr geringer Körperfettanteil.

  • Extrem schneller Stoffwechsel.

Die Herausforderung:

Durch die langen Gliedmaßen verteilen sich Muskeln auf eine größere Fläche, weshalb Massezuwächse optisch oft erst spät auffallen. Dein Stoffwechsel arbeitet so schnell, dass dein Körper Energie oft verbrennt, bevor sie in Muskelmasse umgewandelt werden kann. Du besitzt zudem viele Muskelfasern des Typs 1 (Ausdauerfasern), was den Kraftaufbau zusätzlich verlangsamt.

Trainingstipps für den Ektomorphen:

Da deine Voraussetzungen für den Muskelaufbau genetisch nicht optimal sind, liegt dein Schlüssel im Training und der Geduld.

  • Schweres Krafttraining: Fokussiere dich auf Hypertrophie (Muskelwachstum).

  • Lange Pausen: Da deine Regeneration oft langsamer ist, sollten mindestens 48 Stunden Pause zwischen den Einheiten liegen.

  • Geduld: Dein Kraftniveau steigt langsamer, aber mit der Zeit kannst du eine sehr ästhetische, definierte Form erreichen.

Ernährungstipps:

Hier musst du klotzen, nicht kleckern!

  • Kalorienüberschuss: Du benötigst deutlich mehr Kalorien als andere Typen.

  • Proteine: Achte auf 2 bis 2,5 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht täglich.

  • Supplements: Da es schwer ist, so viel zu essen, sind „Flüssignahrung“ wie Weight Gainer, Maltodextrin oder hochwertiges Protein (wie ESN Designer Whey) deine besten Freunde.

2. Der Endomorph: Kraftpaket mit „Softgainer“-Problemen

Der endomorphe Körpertyp ist das genaue Gegenteil. Umgangssprachlich oft als „guter Futterverwerter“ bezeichnet, baut dieser Typ zwar leicht Muskeln auf, setzt aber genauso schnell Fett an.

Merkmale des Endomorphen:
  • Breite Hüften und Schultern.

  • Voluminöser Brustkorb.

  • Weiche, rundliche Gesichtszüge.

  • Neigung zu hohem Körperfettanteil.

  • Langsamer Stoffwechsel.

Die Herausforderung:

Deine Muskeln sind oft unter einer Fettschicht versteckt, was die Definition erschwert. Dein Körper speichert Energie extrem effizient – was in der Evolution ein Vorteil war, ist heute beim „Shredden“ oft ein Fluch.

Trainingstipps für den Endomorphen:

Krafttraining ist für dich kein Problem, hier baust du schnell auf. Dein Fokus muss auf dem Energieverbrauch liegen.

  • Viel Cardio: Integriere 3 bis 4 Cardio-Einheiten pro Woche in deinen Plan.

  • Dauer: An Trainingstagen ca. 30 Minuten, an freien Tagen gerne 45 Minuten.

  • Abwechslung: Nutze Laufband, Schwimmen oder Geländeläufe, um den Spaßfaktor hochzuhalten.

Ernährungstipps:

Die Ernährung ist für dich noch wichtiger als das Training.

  • Low Carb: Reduziere Kohlenhydrate, um zu verhindern, dass überschüssige Energie als Fett gespeichert wird.

  • Komplexe Quellen: Wenn Kohlenhydrate, dann Kartoffeln, Reis oder Vollkorn statt Zucker und Weißmehl.

  • Viele kleine Mahlzeiten: Iss 5 bis 7 kleine Portionen am Tag, um deinen Stoffwechsel konstant auf Trab zu halten.

3. Der Mesomorph: Der genetische Jackpot

Der mesomorphe Typ hat im Kraftsport das „große Los“ gezogen. Er bringt die idealen Voraussetzungen für einen athletischen Körper mit.

Merkmale des Mesomorphen:
  • V-Form des Oberkörpers (breite Schultern, schmale Hüfte).

  • Markante Wangenknochen und breiter Kiefer.

  • Große Hände und Füße.

  • Von Natur aus muskulöseres Erscheinungsbild.

Die Vorteile:

Du baust schnell Muskeln auf und kannst Fett vergleichsweise schnell abbauen. Deine Regenerationsfähigkeit ist überdurchschnittlich gut, was dir erlaubt, häufig und intensiv zu trainieren.

Worauf du achten musst:

Auch als genetischer Gewinner gibt es Risiken. Durch den schnellen Muskelaufbau neigen Mesomorphe manchmal zu Dysbalancen oder Haltungsschäden, wenn sie einseitig trainieren. Achte auf eine ausgeglichene Trainingsintensität für alle Muskelgruppen. In der Ernährung reicht dir meist eine ausgewogene, proteinreiche Kost ("Gesunder Menschenverstand"), ohne extreme Diätformen.

Welcher Körpertyp bist du? So findest du es heraus

Vielleicht hast du dich in den Beschreibungen oben schon wiedererkannt. Aber Achtung: In der Realität sind reine Typen selten. Die meisten von uns sind Mischformen.

Um deinen Typ exakt zu bestimmen, nutzen Profisportler komplexe Verfahren wie die „Heath und Carter Methode“, bei der Hautfalten, Knochenbreite und Körpergröße gemessen werden.

Für dich als Freizeitsportler reicht aber der Blick in den Spiegel (Sheldon-Methode):

  1. Neigst du eher zu Fettansatz oder bist du sehr drahtig?

  2. Sind deine Schultern schmaler oder breiter als deine Hüften?

  3. Wie schnell baust du Kraft auf?

Diese grobe Einordnung genügt völlig, um dein Training und deine Ernährung in die richtige Richtung zu lenken.

Fazit: Nutze dein Potenzial!

Egal ob Ektomorph, Endomorph oder Mesomorph – deine Genetik gibt dir eine Basis vor, aber sie ist kein unumstößliches Schicksal.

Zwar wird aus einem extrem hageren Ektomorphen vielleicht nie ein massiver Mr. Olympia, und ein Endomorpher muss härter für sein Sixpack arbeiten. Aber: Mit der richtigen Anpassung von Training und Ernährung kann jeder Körpertyp beeindruckende, athletische Ergebnisse erzielen.

Verstehe deinen Körper, arbeite mit ihm statt gegen ihn, und hole das Maximum aus deinem Potenzial heraus!

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